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Die Einweihung des Pilgerweges am 2.5.2010 in Volkenroda

Waldsassen / Volkenroda. Es war ein echter „Feier-Tag“ rund um das Kloster Volkenroda in Thüringen. Im Rahmen der alljährlichen Christus-Wallfahrt wurde nämlich am vergangenen Sonntag dort der ökumenische Pilgerweg VIA PORTA zwischen Volkenroda und Waldsassen eröffnet und eingeweiht. Zahlreiche Prominente aus Kirche und Politik waren dazu gekommen, darunter Bischof Joachim Wanke, Bischof Hans-Hermann Jantzen sowie Altministerpräsident Dr. Bernhard Vogel. Von Waldsassener Seite waren Hochw. Frau Äbtissin Laetitia Fech, Bürgermeister Bernd Sommer, Bezirkstagsvizepräsident a.D. Ludwig Spreitzer als Projektleiter und Amtsrat Martin Rosner nach Thüringen angereist.

Schon den ganzen Vormittag kamen Pilgergruppen betend und singend zum Kloster Volkenroda.. Von dort formierte sich sodann eine gemeinsame Prozession zum Christus-Pavillon, jenem modernen Wahrzeichen des wiedererstandenen Klosters, das von der Expo 2000 in Hannover stammt. In dem imposanten Innenraum dieser Kirche gestalteten anschließend ein Posaunenchor und eine Gospelgruppe eine musikalisch beeindruckend Feier. Der katholische Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke ging in der Folge in seiner Kurzpredigt in realitätsnaher Weise auf das Thema „Bei Christus zu Hause“ ein und war übrigens ein Teilstück des Pilgerweges selber gegangen. Der evang. Bischofvikar Hans-Hermann Jantzen aus Lüneburg befasste sich in seiner Kurzpredigt vor allem mit der Bedeutung des ökumenischen Gedankens und freute sich, dass auch für die Evangelische Kirche pilgern wieder „in“ sei..

Der thüringische Altministerpräsident Dr. Bernhard Vogel, neben der bayerischen Europaministerin Emilia Müller einer der Schirmherren von VIA PORTA, betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit des neuen ökumenischen Pilgerwegs. Was vor 20 Jahren noch undenkbar war, ist heute zur Selbstverständlichkeit geworden. Man könne ungehindert von Thüringen nach Bayern und sogar auf diesem Pilgerweg hinüber nach Tschechien. „Leben heißt Wandern“ meinte er und „tun Sie dies im Sinne unseres gemeinsamen christlichen Glaubens“. Hochw. Fau Äbtissin Laetitia Fech stellte in ihrem Grußwort die Besonderheiten dieses ökumenischen Pilgerwegs heraus. Er führe von einem evangelischen Kloster zu einer katholischen Abtei, leiste einen echten Beitrag zu einer engeren Verbindung zwischen Ost und West und er habe eine weitere Gemeinsamkeit: „Er führt vom Volkenrodaer Kruzifix zum geschändeten Heiland von Waldsassen“. Mit einem selbst verfassten Segensgebet der Äbtissin schloss eine beeindruckende Feier, die viele Pilger tief berührte,.

In der kommenden Woche wird nun vom 12.-16. Mai 2010 VIA PORTA beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München präsentiert, ehe schließlich am Freitag dem 21. Mai 2010 in der Klosterstadt Waldsassen offiziell der Pilgerweg eröffnet wird. Ab 13.30 Uhr gibt es dabei im Klosterinnenhof einen Festakt. Dabei wird eine große „VIA-PORTA-Tafel“ enthüllt, die die Streckenführung und den historischen Hintergrund dieses ökumenischen Pilgerpfads erläutert.

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