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VIA PORTA – der besondere Pilgerweg

VIA PORTA, der Weg ist das Ziel, das Unterwegssein mit sich, in der Gruppe – als Pilger.

VIA PORTA, das ist der ökumenische Pilgerweg zwischen den Klöstern Volkenroda und Waldsassen. VIA PORTA, das ist ein Weg der Spiritualität, des Meditierens, des stillen oder gemeinsamen Gebets in der einzigartigen Schönheit der Naturlandschaften zwischen Thüringen und Bayern.

Und das Besondere dieses Pilgerwegs? Er beginnt in Volkenroda ( unweit Mühlhausen / Thüringen ), direkt am Kloster der evangelischen Jesusbruderschaft mit seinem berühmten Christus-Pavillon ( von der EXPO 2000 in Hannover ). Auf einer Gesamtlänge von über 300 km führt er in 18 Etappen zur katholischen Zisterzienserinnenabtei ins bayerische Waldsassen. Bekannt ist Waldsassen vor allem durch die barocke Basilika und die holzgeschnitzte Klosterbibliothek. Doch das ganz Besondere ist etwas anderes, sozusagen

d a s Alleinstellungsmerkmal: VIA PORTA führt von einem evangelischen Kloster zu einer katholischen Abtei, es ist also ein wahrhaft ökumenisches Projekt, praktizierte, wirkliche Ökumene. Darum wird VIA PORTA auch beim 2. Ökumenischen Kirchentag im Mai 2010 in München im Rahmen des Themenbereichs „Gelebte Ökumene“ erstmals vorgestallt.

VIA PORTA hat aber auch einen historischen Hintergrund. Im Jahr 1131 kamen 12 Zisterziensermönche und ihr Abt von ihrem Mutterkloster in Kamp ( Niederrhein ) nach Volkenroda. Sie erbauten auf der zerstörten, ehemaligen Reichsburg ein Kloster. Schnell hatten sich die „grauen Mönche“ – wie die Zisterzienser damals genannt wurden – durch ihre Glaubenskraft, ihre Dynamik und ihren Expansionsgeist einen guten Namen gemacht. So holte sie bereits 2 Jahre später ( also 1133 ) Markgraf Diepold III. zur Gründung eines weiteren Klosters an die böhmische Grenze, ins „historische Schlüsselgelände“ des Reiches, wie es der bayerische Generalkonservator E.J.Greipl einmal nannte.

Waldsassen wurde also von Volkenroda aus gegründet. So schließt sich ein Kreis, denn anlässlich der 875jährigen Gründungsfeier des Klosters Waldsassen beschloss man, diesen Weg der Mönche von damals in einem ökumenischen Pilgerweg neu aufleben zu lassen. Initiiert wurde das letztlich von zwei Frauen, der Hochw. Frau Äbtissin Laetitia Fech aus Waldsassen und Frau Ulrike Köhler von der Jesus Bruderschaft Kloster Volkenroda.

Doch zurück zu den Besonderheiten dieses Pilgerwegs. Er führt von einem sog. „neuen Bundesland“, in ein „altes“, von Thüringen nach Bayern. Er vollzieht damit nach, was erst nach der Grenzöffnung 1989 wieder möglich war, nämlich wirklich christliche Zusammenarbeit und ein Miteinander im Glauben. Es fiel damals nicht nur eine Staatsgrenze. Es tat sich viel mehr. Heute kann VIA PORTA sicher auch dazu mit beitragen, eine in so manchen Köpfen noch vorhandene „Grenze“ und Bremse mit abzubauen.

Und noch eine Besonderheit. In zwei Etappen führt VIA PORTA auch durch Tschechien. Dort haben die Zisterzienser ebenso deutliche Spuren hinterlassen wie bei uns. Jetzt dokumentiert der Pilgerweg echte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, praktiziertes europäisches Denken. Hier wird Europa zur Realität.

Zum Schluss noch das ganz besondere christliche Bindeglied zwischen den beiden VIA PORTA – Eckpunkten. Es ist auch ein Weg vom mittelalterlichen „Volkenrodaer Kruzifix“

( ein Christuscorpus ohne Arme ) zum „Geschändeten Heiland von Waldsassen“. Diesem Chirstuscorpus wurden in Zeiten des Kalten Krieges an der Grenze zwischen Ost und West beide Arme abgeschlagen. Schon heute pilgern zu ihm viele Wallfahrer in die Waldsassener Basilika.

VIA PORTA ist also in der Tat ein besonderer Pilgerweg. Man sollte ihn einfach mal gehen – als Ganzes, in Teiletappen, aber durchaus auch in umgekehrter Richtung, also von Waldsassen nach Volkenroda. Hauptsache man geht ihn. Es lohnt sich!

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